Mittwoch, 11. Dezember 2019

Mikroabenteuer: Kleine Nachtwanderung zum iphöfer Weihnachtsmarkt


Eigentlich habe ich dir in meinem Beitrag zur neuen „Geocaching-Souvenir-Challenge“ geschrieben, dass ich in diesem Jahr keinen Vorweihnachtsstress habe, da wir im Allgemeinen Weihnachten nicht feiern werden. Tja, was soll ich nun sagen?! Der Vorweihnachtsstress kam nun doch zu mir, zumal ich gleich an 3 Wichtelaktionen dran teilnehme und für die 3 (fast) unbekannten Personen noch Geschenke brauchte.

Ich wollte aber auch unbedingt in diesem Jahr auf verschiedene Weihnachtsmärkte gehen und schauen, was sie dort, neben Glühwein und Bratwurst, an handwerklichen Ständen haben. Doch wie bekomme ich alles unter einem Hut, ohne meine Hobbys am Wochenende zu vernachlässigen? Eine ganz einfach Antwort: In dem man seine Hobbys in den Abend verlegt und so gleichzeitig einen Weihnachtsmarkt besucht. Du fragst dich nun, wie das gehen soll? So lies einfach weiter und komm mit auf ein kleines Abenteuer, direkt vor meiner Haustür.


Die Nachtwanderung

So kam mir am Samstag vor dem 2. Advent die Idee, dass ich einfach mal zur Nachbargemeinde Iphofen auf dem Weihnachtsmarkt gehe. Um natürlich auch ein Heißgetränk zu genießen, oder meinetwegen auch gerne mehr, kam mir der Gedanke, statt mit dem Auto dort hin zu fahren, einfach mal die 4 Kilometer zu Fuß zu laufen.

Da mir dieser Gedanke jedoch erst gegen 17 Uhr kam, war es draußen dementsprechend schon dunkel gewesen. Aber irgendwie schreckte es mich von meinem Vorhanden nicht ab, denn wenn ich ehrlich bin, wollte ich schon immer mal wieder eine Nachtwanderung machen.

Denn meine letzte Nachtwanderung ist schon viele Jahre her, nämlich noch zu einer Klassenfahrt in der Vorschulzeit. Und wenn du nun daran denkst, dass ich mittlerweile schon über 30 Jahre alt bin, ist es schon mehr als eine Ewigkeit her und so längst überfällig.

So zog ich mich sehr warm an, packte noch den Wanderrucksack, und ging dann mit meiner Taschenlampe auf den Weg nach Iphofen los. Richtig viel Angst hatte ich dabei nicht gehabt, denn schließlich kenne ich diese Tour durch meine ganzen Radtouren schon in- und auswendig. Außerdem geht der Weg direkt an der Straße vorbei, so wenn etwas passieren sollte, ich schnell um Hilfe rufen könnte. (Denn ja, mein Freund saß Zuhause immer abrufbereit in den Startlöchern.)




Der iphöfer Weihnachtsmarkt

Nun muss ich dir gestehen, warum ich eigentlich genau auf diesem Weihnachtsmarkt wollte. Nicht nur, weil er direkt bei mir in der Gegend ist, sondern wegen einer Facebook-Veranstaltungswerbung von einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Ich persönlich liebe alles, was mit dem Mittelalter zu tun hat, auch wenn ich selbst ungern in dieser Zeit leben möchte. So erhoffte ich mir doch so das eine oder andere Specktakel und natürlich heißen Met. Doch entweder war ich zu einer falschen Zeit dort gewesen, oder die verstanden etwas anderes unter mittelalterlich, denn meine Erwartungen wurden leider etwas enttäuscht.

So zog ich dann weiter zum kleinen Marktplatz von Iphofen, auf der Suche nach einem Heißgetränk. Denn ja, durch die Nachtwanderung war mir zwar warm, aber die etwas frischen Temperaturen merkte man trotzdem sehr. Und was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein, Eierpunsch oder Met?! Nach einigen Ständen, wo ich natürlich auch deren Ware bestaunte und immer wieder Ausschau nach einem passenden Geschenk für die Familie, Verwandtschaft und Freude hielt, wurde ich auch mit einem heißen Met glücklich.

Zusammen mit meinem besten Freund und meinem kleinen Patenkind standen wir dann noch fast 1 Stunde lang vorm Rathaus, haben uns unterhalten und das allgemeine Treiben des Weihnachtsmarktes genossen. Die Ambiente, mit dem großen Weihnachtsbaum bot erst recht zum Verweilen ein, und so merkte ich erst später, die sehr mein Heißgetränk mir in den Kopf stieg.



Der Rückweg und mein kleines Fazit

Geplant war eigentlich, dass mich mein Freund dann mit dem Auto abholen sollte, aber irgendwie hatte ich darauf keine Lust gehabt. So habe ich ihn dann anrufen und mitgeteilt, dass ich mich auf dem Rückweg mache, diesen aber gerne wieder zurück laufen würde. Da mir der Hinweg schon sehr viel Spaß gemacht hat, wollte ich nun den etwas dunkleren Rückweg mit dem Schein meiner Taschenlampe nochmal genießen.

Kaum habe ich dieses Ausgesprochen, ging es für mich auch schon los. Natürlich war es nicht immer dunkel gewesen, da doch im Verhältnis relativ viele Autos an mir vorbei gefahren sind. Aber trotzdem genoss ich es, einfach mal mit der Taschenlampe über die Felder und Gebüsche um mich herum zu ziehen, und so die Landschaft aus einem ganz anderem Blickwinkel zu sehen.

Vielleicht lag es an meinem alkoholischen Heißgetränk, oder die allgemeine Stimmung an diesem Abend, aber dieses Mikroabenteuer wird noch für eine lange Zeit in meinem Gedächtnis bleiben. Ohne größere Angst, und mit einer Taschenlampe für die dunklen Wege bewaffnet, hat mir diese Wanderung richtig viel Spaß gemacht. Und auch der Weihnachtsmarkt war in diesem Jahr etwas anderes für mich gewesen. Ob es nun an der Nachtwanderung lag, oder aus welchen Grund auch immer, habe ich ihn ganz anders wahr genommen, als die Jahre zuvor.

Und eines weiß ich jetzt schon: Wenn im nächsten Jahr der Weihnachtsmarkt in Iphofen ist, werde ich ihn wieder mit einer kleinen Nachtwanderung besuchen. Wer weiß, vielleicht bin ich bald nicht mehr alleine auf diesem Weg unterwegs, und man kann eine kleine Nachtwanderungsgruppe gründen.

Also, vielleicht bis zur nächsten Nachtwanderung. Dein Weltenspatz Shelly

Sonntag, 8. Dezember 2019

Herbstlicher Spaziergang durch den Würzburger Ringpark (5km-Wanderung)


Obwohl man sich in einer größeren Stadt befindet, kann man auch hier sehr gut in der Natur abschalten. Und genau dieses habe ich am letzten Wochenende im November getan, und nun nehme ich dich noch einmal mit dort hin.


Der Würzburger Ringpark

Die Stadt Würzburg lädt mit seinen historischen Gebäuden und der Einkaufsmeile für Touristen, sowie für Einheimische zum Verweilen ein. Aber auch mit seiner Naturvielfalt lockt er immer wieder Passanten heran. Neben dem Main, der direkt an der Stadt vorbei fließt und so mancher Person zum Verweilen ans Mainufer lockt, gibt es auch den Ringpark, der die barocke Altstadt umschließt.

Durch seine Größe von ca. 3,5 Kilometern bietet er mit verschiedenen Arten von Bäumen, großen Rasenflächen, sowie so manches Gebüsch den idealen Lebensraum für die Tiere. Denn sind wir mal ehrlich, auch die „Stadt-Tiere“ haben ihre Auszeit im Grünen verdient.

Aber auch für uns Menschen lädt er zu jeder Jahreszeit zum Entspannen ein. Die Wege sind sehr gut erhalten und gepflegt, und für so manchen Tourist gibt es hier, mal dort ein Denkmal oder andere Sehenswürdigkeiten. Und genau das habe ich getan: Als Tourist meine „eigene Stadt“ besucht und den Würzburger Ringpark so viel anders wahr genommen, als bisher.


Der Spaziergang durch den Ringpark

Aufgrund meiner Arbeitsstelle, die idealerweise sehr nah am Ringpark liegt, habe ich meinen damaligen Spaziergang am Kreisverkehr „Berliner Ring“ gestartet. Sobald ich die Straße verlassen habe, hat mich gleich eine herbstliche Stimmung in Empfang genommen. Die verschiedenen Farben des Laubes, welches immer wieder durch die vereinzelten Sonnenstrahlen leuchteten, nahmen mich in eine Welt mit, in der man nur träumen konnte.



Ein paar Meter weiter kam ich dann an einem kleinen Springbrunnen vorbei. Dort floss das Wasser jedoch nicht aus irgendwelchen Skulpturen, sondern aus einem Felsen. Das leise Plätschern verleitete mich, hier etwas zu verweilen. Auch ein Vater mit seinem kleinen Sohn, die auf einer kleinen Radtour unterwegs haben, fanden diesen Platz ideal für eine kleine Pause.



So schlenderte ich dann gemütlich durch den Ringpark weiter und bewunderte immer wieder aufs Neue die bunte Natur. Als ich dann auf der Höhe der Residenz angekommen bin, kam ich an einen kleinen Teich, mit einem Zulauf von einem weiteren Denkmal, vorbei. Vor ein paar Jahren war ich hier sehr oft mit einer Freundin gewesen und haben immer die Enten dort beobachtet. An diesen Tag waren nun keine Enten vorhanden, trotzdem war es ein traumhaftes Bild, welches sofort innerliche Ruhe in mir auslöste.



Mein Weg ging weiter, hinunter zum Main, wo ich am Mainufer noch ein ganzes Stückchen entlang gelaufen bin, um wieder bei der anderen Stelle des Ringparks anzukommen. Vorbei an der Löwenbrücke mit einem traumhaften Blick hoch zur Festung, stand ich nicht alleine am Mainufers,
sondern bestaunte zusammen mit ein paar weiteren Touristen den Anblick. Egal zu welcher Jahreszeit, oder auch Uhrzeit, ich hoch zur Festung schaute, raubt sie mir immer wieder dem Atem. Im Jahr 2011 war sie unter anderem auch der ausschlaggebende Punkt gewesen, wieso ich mich für eine Arbeitsstelle in Würzburg entschieden habe.

Doch zurück von meinen Erinnerungen ging ich am Ufer unter die alte Mainbrücke entlang. Über meinem Kopf, also oben auf der Brücke, tummeln sich auch zu jeder Jahreszeit die Menschen. Die alte Mainbrücke ist nicht nur ein Touristenpunkt, sondern hat auch ein leckeres Restaurant. Und die Besonderheit von diesem Restaurant: Man kann seinen Wein außerhalb auf der Brücke genießen. Ich selbst habe bereits diese Erfahrung gemacht, mit einem leckeren Wein den Blick über den Main schleifen zu lassen. Einfach traumhaft muss ich gestehen.



Vorbei am alten Kranen, der ebenfalls ein Touristenpunkt ist und wo es unter anderem eine richtig gute Pizzeria gibt (wo man schon monatelang im voraus reservieren muss), kam ich meinen kleinen Zwischenziel, endlich wieder im Ringpark weiter entlang zu gehen, immer näher. Doch vorerst schaute ich noch zur, wie ein kleines Touristenschiff vom Ufer ablegte und seinen Weg nach Veitshöchheim auf sich nahm.



Nachdem ich dann auch das Kongress-Zentrum hinter mir gelassen habe, befand ich mich wieder in der Natur. Umgeben von bunten Bäumen, einer großen Rasenfläche und ein paar Meter später noch einen kleiner Teich, gaben mir gleich wieder das Gefühl von einer inneren Ruhe. Auch wenn diese Parkabschnitte direkt am Hauptbahnhof teilweise von den Einheimischen gemieden werden, finde ich dort trotzdem ihre Reize. Vor ein paar Jahren sollte dieser Abschnitt sogar entfernt werden und ein großes Einkaufszentrum hin gebaut werden – bin ich froh, dass dieser Vorschlag zum Glück nie umgesetzt wurde.



Und so endete auch mein kleiner gemütlicher Spaziergang durch den Würzburger Ringpark, denn ich bin wieder am Kreisverkehr „Berliner Ring“ angekommen. Insgesamt bin ich eine Strecke von 5 Kilometer gelaufen, und diese taten mir, mit ein paar Sonnenstrahlen, so richtig gut. Eines ist mir dabei aufgefallen: Auch wenn man in einer Stadt schon länger wohnt und man meint, alles zu kennen, sollte man auf jeden Fall mal einen Tag als Tourist einlegen und diese Gegend aus einem anderen Blickwinkel entdecken. Diese kleine Wanderung hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich sie auf jeden Fall noch zu anderen Jahreszeiten unternehmen werde.


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Du hast noch nicht genug und möchtest mehr von mir lesen?

Wie wäre es mit einem Wanderbericht zu einem Geocache, der mir so viel Spaß im Wald gemacht habe,
so dass ich diese Gegend ebenfalls noch ein weiteres Mal zu einer anderen Jahreszeit aufzusuchen werde:
„Wander-“ Multicache GC5H3M7 - Rüblingsrunde


Oder wie wäre es mit einem Geocache, den ich auf einer tollen Wanderung zu einer Burgruine gefunden habe.
Wanderung mit Geocaching: Rund um den Herrschaftsberg (Herbstwanderung 8km)

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Wander- und Geocachingabbruch - Burgruine Hohenlandsberg, sowie der Panzerturm (Herbstwanderung)


Als ich am letzten Freitag das Foto von der Wanderung im Regen auf Instagram gepostet habe, fiel mir sofort ein, dass ich dir im Allgemeinen von diesem „Abenteuer“ noch nicht berichtet habe. Denn diese Wanderung begann bei relativ schönen Wetter, jedoch ging es schnell in ein panisches Laufen durch ein Gewitter, hinüber zu einem nassen Zustand am Ausgangspunkt (mein kleines Auto). Doch trotzdem hat mir dieser Tag so viel Spaß und Freude gemacht, dass ich ihn wohl noch lange in meinen Erinnerung habe - und dir gerne davon berichten möchte.


Der Geocache „GC83P9E – Der Panzerturm“

Doch fangen wir nun mal von vorne an, warum ich mich überhaupt entschlossen habe, diese Wanderung in Angriff zu nehmen. Angedacht war eigentlich, dass ich den Tradi-Cache „GC83P9E – DerPanzerturm aufsuchen wollte. Weil dieser aber so tief im Wald versteckt ist, wollte ich ihn in Zusammenhang mit einer Wanderung kombinieren. Denn ehrlich gesagt muss ich dir nun gestehen, dass dieser Versuch, diesen Geocache zu finde und zu loggen, bereits mein zweiter Versuch war.

Denn bei meinem ersten Versuch, diesen Cache zu borgen, schickte mich mein Navigationssystem im Auto komplett in die Irre. Es wollte, dass ich Straßen oder Wege entlang fahre, die laut seiner Karte vorhanden wären, aber in Wirklichkeit fehlten. Man könnte zwar denken, dass vielleicht diese Wege etwas zu gewildert wären, doch waren an manchen Strecken der Straße sogar Leitplanken vorhanden – und hüpfen kann mein kleiner Clio nun nicht.

So parkte ich dann bei der nächsten Gemeinde und schaut mal auf der Geocaching-App nach, wie weit es noch zu Fuß wäre. Als ich dann sah, dass es noch gute 4-5 Kilometer wären, verging meine Laune zu diesem Cache erst recht. Genervt durch das Navi und auch enttäuscht, den Panzerturm nicht zu sehen, fuhr ich danach heim und überlegte mir, ihn mit einer Wanderung aufzusuchen.

Denn trotz allem, auch wenn ich schon einige DNFs verbucht habe, wollte ich trotzdem unbedingt diesen Cache als Fund loggen. Allein die Location, wo sich die kleine Dose befinden sollte, verspricht vom Listing so einiges. Und ja, auch wenn ich nun eingestehen muss, dass der 2. Versuch auch gescheitert ist, werde ich es nicht aufgeben, eines Tages mich dort im Logbuch zu verewigen.



Der Start der Wanderung

Doch nun mal zurück zur geplanten Wanderung: Um eben diesen Geocache aufzusuchen, schaute ich bei Komoot, ob es dort schon eine passende Tour gibt. Und natürlich hatte ich dabei auch Glück gehabt. Ich verlinke dir mal die Tour, vielleicht möchtest du sie ja auch eines Tages mal ablaufen: Burgruine Hohenlandsberg und Panzerturm im Steigerwald - Runde von Markt Nordheim.
(Kleine Gemeinde "Markt Nordheim")

Mit der angegebenen Länge von 15 Kilometer kommt man nicht nur am Panzerturm vorbei, sondern auch an einer alten Burgruine, was mein Interesse um so mehr geweckt hat. Also habe ich nicht lange überlegt, schnell meinen Wanderrucksack gepackt, mich ins Auto gesetzt und zum Startpunkt gefahren. (Vielleicht war dieser Aufbruch etwas zu spontan und „unüberlegt“ gewesen, doch es sollte für mich persönlich ein kleines Abenteuer werden. Das stand schon vorher fest, egal wie die Ereignisse noch verliefen.)

Der Start der Wanderung fand in der kleinen mittelfränkischen Gemeinde „Markt Nordheim“ statt, welches zum Landkreis „Neustadt a.d. Aisch / Bad Windsheim“ gehört. Dort fand ich direkt an der Kirche einen passenden Parkplatz, da zu diesem Zeitpunkt die angegebenen Parkplätze von Komoot für die Kirchweih gebraucht wurden.

Von dort führte mich der Weg etwas quer durch die Gemeinde, bis ich schließlich auf einen Feldweg angelangt bin. Ein paar Kilometer entfernt vom dichten Wald. So genoss ich noch die letzten paar Sonnenstrahlen, die immer wieder durch die graue Wolkendecke schauten. Von einem Gewitter war weit und breit noch nicht zu erahnen gewesen und ohne mir darüber den Kopf zu zerbrechen, folgte ich den Weg in den Wald hinein.



Die Burgruine „Hohenlandsberg“

Von der Schönheit der frühherbstlichen Stimmung im Wald führte mich der Weg an so einige Pilzsorten vorbei. Wie in meinen anderen Berichten habe ich dir schon mitteilt, dass ich mich leider nicht in der Welt der Pilze auskenne, und so kann ich dir auch bei dieser Wanderung nicht genau sagen, um welchen Pilz es sich hier und da handelt. Aber ich finde, Pilze zu entdecken und auch zu fotografieren, haben einen gewissen Anreiz und machte mir sehr viel Freude.

Nach dem stetigen Anstieg habe ich es endlich oben auf dem Berg geschafft, wo sich das erste Highlight befindet - nämlich die Burgruine „Hohenlandsberg“. Leider war von der Ruine nicht mehr viel übrig, so dass man nur noch etwas die Burgmauern erahnen konnte, sowie so manche Eingänge in den Berg hinein. Das Beste daran war jedoch die Unterführung, die zum „Innenhof“ führte. Denn ja, ich bin ein kleiner Angsthase und mein Herz hat tierisch gepocht, als ich dort entlang ging.
(Durchgang der Burgruine "Hohenlandsberg")



Der Weg zum Panzerturm

Doch mein Weg ging weiter: Von der Ruine zum Panzerturm. Als mein Blick dabei hoch zum Himmel ging, bekam ich es mit der Angst zu tun. Eine dicke und dunkle Wolkenfront zog in einem recht schnellen Tempo auf mich zu. Und ich hörte es schon leise Donnern. Also beschleunigte ich meinen Schritt, denn ich wollte unbedingt noch den Panzerturm sehen und auch den Geocache borgen.

Als ich dann endlich dort angekommen war, kamen auch schon die ersten Tropfen hinunter. Also schaute ich mir schnell die Location an und war doch regelrecht fasziniert davon. Übrigens: Auf dem Bild sieht der Himmel noch gut aus, da die dunkle Wolkenfront hinter mir im Rücken war.

Doch mit einem Blick auf die Geocaching-App zeigte mir, dass der Cache nochmal etwas weiter weg lag. Erst spielte ich mit dem Gedanken, ihn trotzdem zu suchen, doch mit dem nächsten Donnern verwarf ich diesen Gedanken schnell. Denn wie heißt es so schön? „Alle guten Dinge sind 3!“ Vielleicht finde ich diesen Cache bei einer Schneewanderung zum Panzerturm - wer weiß, wer weiß.



Der Rückweg zum Auto

Immer panischer wurde ich, als der leichte Nieselregen immer mehr zum starken Dauerregen wurde, sowie der Donner immer näher kam. Denn wie lernt man es als kleines Kind? „Bei Gewitter soll man nicht unter einem Baum stehen, oder sich eben in einem Wald befinden.“ So lief ich schon fast die Strecke hinaus aus dem Wald... Doch der Wald hörte einfach nicht auf.

Zwischendrin sah ich ein anderes Auto am Rand parken und habe „Hallo“ gerufen. Mein Gedanke dabei war, dass mich vielleicht diese Person zurück zu meinem Auto fahren könnte, bevor ich wirklich bis auf die Knochen nass bin, oder sogar vor einem Blitz erschlagen werde. Doch leider hörte mich niemand und ich sah auch keinen. Und so ging die Rennerei weiter durch aufgeweichte Waldwege. Was heißt hier eigentlich Rennerei, es war eher eine reine Rutschpartie gewesen.

Nach ungefähr 3 Kilometer war ich dann endlich auf freier Fläche. Mein Herz beruhigte sich, auch weil der Donner leiser wurde. Nur leider war ich dann komplett durchgeweicht vom Regen. So schaute ich wieder auf Komoot, wie weit es noch bis zum Auto ist – und es lagen noch endlose 3 Kilometer vor mir.

Zwischendurch sah ich noch 2 Bauern, die mit ihren Traktoren auf den Feldern waren. Als sie an mir vorbei fuhren, dachte ich noch, dass sie mich ansprechen und vielleicht ein Stückchen mitnehmen. Doch leider irrte ich mich dabei. Statt mal zu fragen, schauten sie mich nur blöd an und schüttelten den Kopf, wahrscheinlich mit den Gedanken, was wohl so eine junge Frau bei so einem Schittwetter hier unterwegs ist.

Also hieß es für mich weiter laufen. Und langsam, wo der Regen auch etwas aufhörte, genoss ich wieder die Wanderung. Ich sah der dunklen Wolkendecke hinterher, und genoss die Landschaft in ihrem neuen Reizen. So merkte ich, dass auch eine Wanderung bei Regen recht viel Spaß machen kann und man einiges sieht, was man vorher wohl nicht gesehen hätte.


Mein kleines Fazit von dieser Wanderung

Zuhause angekommen ging es erst mal recht schnell unter die Dusche. Die Nässe brachte auch leider die Kälte mit sich, und ich fror regelrecht am ganzen Körper. Danach ging es dann mit einem heißen Tee ins warme Bett und ging die heutige Wanderung nochmal im Kopf nach:

Ich muss sagen, trotz des Gewitters, was mich doch etwas überrascht hat, denn laut Wetter-App stand dort nichts von einem Gewitter, hat mir diese Wanderung doch regelrecht Spaß gemacht. Und ich würde sagen, gerade wegen dem Gewitter, war es für mich ein Abenteuer, welches ich so schnell nicht noch einmal erleben werde, und wohl auch für eine längere Zeit im Gedächtnis bleibt.

Wegen dem Geocache war ich doch etwas traurig, dass ich ihn eben nicht richtig angegangen bin. Aber mein Entschluss stand fest: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Bei meiner nächsten Wandertour in dieser Gegend, werde ich ihn auf jeden Fall suchen. Komme, was wolle!